Youroma stellt selbst kein Parfum her. Wir wählen aus, was andere über Generationen gelernt haben. Weil uns immer wieder gefragt wird, woher der Unterschied zwischen einem orientalischen Duft und einer europäischen Eau de Toilette kommt, steht hier, wie diese Parfums gemacht werden.
Oud ist das teuerste davon: Es entsteht, wenn das Kernholz des Aquilaria-Baums nach einer Pilzinfektion Harz einlagert und dunkel wird. Dazu kommen Rose, häufig aus Taif, Safranfäden, Labdanum und Benzoe für die Amber-Anmutung, Sandel- und Guajakholz. Moschus, früher tierischen Ursprungs, wird heute praktisch ausschließlich synthetisch hergestellt.
Blüten und Hölzer geben ihren Duft unterschiedlich her. Zitrusschalen werden kalt gepresst, Hölzer und Harze über Stunden mit Wasserdampf destilliert, Oud traditionell tagelang in Kupferkesseln. Jasmin und Rose halten eine Destillation schlecht aus und werden mit Lösungsmitteln zu einem Absolue extrahiert. Ein Teil der modernen Noten, gerade im Moschus- und Amberbereich, kommt aus dem Labor.
Der Parfumeur baut aus diesen Bestandteilen eine Duftpyramide: Kopfnoten, die in den ersten Minuten tragen, Herznoten für die folgenden Stunden, Basisnoten, die bleiben. Orientalische Parfums setzen mehr Gewicht in die Basis, deshalb halten sie länger und treten nach dem Auftragen weniger zurück als ein europäisches Eau de Toilette.
Das fertige Duftkonzentrat wird in Alkohol gelöst und ruht mehrere Wochen dunkel und kühl. Diese Maceration verbindet die Bestandteile; ein Parfum riecht direkt nach dem Ansetzen anders als nach vier Wochen. Anschließend wird es kalt gefiltert, damit Trübstoffe und Wachse aus den Absolues verschwinden.
Der Anteil des Konzentrats entscheidet über die Bezeichnung: Eau de Toilette liegt etwa zwischen fünf und fünfzehn Prozent, Eau de Parfum darüber, ein Extrait noch höher. Beide Düfte in unserem Sortiment sind Eau de Parfum, deshalb reichen zwei bis drei Sprühstöße.
Zuletzt wird abgefüllt, verpresst und von Hand geprüft. Der Samtbezug und die geprägte Goldplakette von Ameerat Al Arab werden nach dem Füllen aufgebracht, weshalb kein Flakon exakt dem nächsten gleicht.
Wir kaufen in kleinen Mengen ein, tragen jeden Duft mehrere Tage und nehmen ihn nur auf, wenn er das hält, was der erste Sprühstoß verspricht. Was wir nicht selbst getragen haben, steht nicht im Sortiment.
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